Das Auge entscheidet mit – über die Bedeutung des Bewerbungsfotos

Bitte lächeln! Das gilt nicht nur für eine gute Stimmung am Arbeitsplatz, sondern ganz besonders auch für das Bewerbungsfoto. Schließlich entscheiden Vorgesetzte – ob bewusst oder unbewusst – auch nach Sympathie. Worauf Sie bei der Anfertigung eines Bewerbungsbildes sonst noch achten sollten, um bei ihrer potenziellen Traumanstellung nicht gleich am ersten Eindruck zu scheitern, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsbild: Kein Muss, aber dennoch unabdingbar?

Seitdem im August 2006 in Kraft getretenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist es Arbeitgebern untersagt Arbeitnehmer und damit auch Bewerber aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Identität, Religion oder Weltanschauung zu diskriminieren. Folglich darf ein fehlendes Bewerbungsfoto, aus dem zum Beispiel Alter und Ethnie erkennbar sind, keinen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen einen Bewerber haben.

Ein gutes Bewerbungsfoto kann für die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch förderlich sein, auch wenn der Gesetzgeber es nicht als verpflichtend ansieht.

Dennoch kann ein gelungenes Bewerbungsfoto unbewusst Sympathie beim Betrachter hervorrufen und so ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz bieten. Darüber hinaus spielt das äußere Erscheinungsbild in vielen Branchen eine wichtige Rolle. Man denke nur an Mitarbeiter mit persönlichem Kundenkontakt wie Verkäuferinnen und Verkäufern.

Wie sollte das Bewerbungsfoto aussehen?

Sie haben bereits ein Bewerbungsfoto aus früheren Unterlagen, aber die Person auf dem Bild sieht Ihnen in puncto Alter, Frisur und Haarfarbe gar nicht mehr so ähnlich? Dann sollten sie sich besser für ein aktuelles Bild entscheiden – nicht, dass sich Ihr Gesprächspartner beim Vorstellungsgespräch wundert, wer ihm da eigentlich gegenübersitzt. Für die Anfertigung eines neuen Bewerbungsbildes ist es ratsam, einen professionellen Fotografen aufzusuchen. Dieser wird Ihnen mehrere Aufnahmen zur Auswahl vorlegen. Entscheiden Sie sich für das Bild, das Ihre beste Seite zum Vorschein bringt. Natürlichkeit ist dabei das A und O. Lächeln ist nicht zwingend notwendig, aber dennoch stets empfehlenswert. Ein lächelndes Gesicht ruft beim Betrachter automatisch Sympathie hervor und signalisiert darüber hinaus ein großes Maß an Aufgeschlossenheit. Dennoch sollte auch übermäßiges Grinsen vermieden werden, um die notwendige Seriosität zu wahren. Darüber hinaus ist folgendes zu beachten:

  • Bei der Perspektive ist stets frontal oder Halbporträt zu wählen
  • Blickkontakt zur Kamera ist unabdingbar
  • Das Gesicht sollte gut erkennbar sein und der Ausschnitt Ihrer Person darf maximal bis zum Hosenbund reichen
  • Augenringe oder Hautunreinheiten können grob bearbeitet werden, allerdings sollte Ihr Antlitz weiterhin natürlich wirken
  • Kleidung, Frisur und Rasur sollten einem gepflegten Erscheinungsbild entsprechen (Die Kleidung sollte zudem je nach Arbeitgeber leger oder seriös gewählt werden)
  • Der Bildhintergrund sollte ruhig und neutral sein (Ein Bonus wären die Farben des betreffenden Arbeitgebers, wenn Sie das Bewerbungsfoto speziell für diesen anfertigen lassen)

Kleidungstipps für das Bewerbungsfoto

Kleider machen Leute! Daher soll die Wahl der Kleidung sowie die generelle Optik für ein Bewerbungsfoto an dieser Stelle noch vertieft werden. Männer haben darauf zu achten, dass das Hemd zugeknöpft ist und das Jackett keine zu knalligen Farben oder auffälligen Muster hat. Frisch gewaschene Haare und ein gepflegter Bart verstehen sich von selbst, genauso wie der Hinweis, dass jegliche Art von Schmuck nicht zu protzig sein darf.

Genauso wie Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen sollte auch das Bewerbungsfoto auf aktuellen Stand gebracht werden.

Frauen tragen auf Bewerbungsfotos häufig eine Bluse oder ein hochwertiges Shirt samt Blazer. Auch die Damen sollten sich bezüglich der Farbe ihrer Kleidung eher bedeckt halten. Gleiches gilt für Make-up und Schmuck. Dezentes schminken und kleinere Ketten oder Ohrringe sind hingegen vertretbar. Für beide Geschlechter gilt: Sichtbare Piercings und Tätowierungen sollten bei konservativen Arbeitgebern eher vermieden werden. Allerdings gibt es zunehmend Unternehmen, die auch dieser Art von Körperschmuck tolerant gegenüberstehen. Ein Blick auf die Homepage der Firma gibt sicherlich Antworten bezüglich der Einstellung.

Augen auf bei der Wahl des Fotografen

Auch der Fotograf sollte sorgfältig ausgewählt werden. Über dessen Homepage oder der Präsentation im Ladengeschäft lassen sich Beispiele von vergangenen Fotoaufnahmen (Sedcard mit Hochzeitfotos, Bewerbungsbilder etc.) ganz einfach überprüfen. Auch zeichnet einen guten Fotografen aus, dass er sich Zeit nimmt, um mit Ihnen verschiedene Positionen auszuprobieren. Darüber hinaus sollte der Fotograf einen guten Blick für Körperhaltung und Farbabstimmung haben. Dabei ist es wichtig, dass sie gleich mehrere Outfits zum Termin mitbringen, um gemeinsam zu entscheiden, was am besten zu Ihnen und ihrem möglichen neuen Arbeitgeber passt.

Bildformat, Bildgröße & Kosten

Doch was kostet ein Bewerbungsfoto eigentlich? Mindestens 20 Euro sollte Ihnen das Bild schon wert sein. In der Regel ist es für mehrere Bewerbungen verwendbar und könnte ein Aspekt für den Personaler sein, Ihre Unterlagen genauer unter die Lupe zu nehmen. Was die Größe und das Format betrifft, gibt es mehrere Varianten. Eine klassische Größe ist zum Beispiel 4,5 x 6 cm (Breite x Höhe). Das Hochformat ist dem Querformat auf jeden Fall vorzuziehen sowie übrigens auch ein farbiges Foto üblicher als ein Bild in schwarz-weiß ist.

Bleibt noch die Frage zu klären, wo das Bewerbungsfoto in Ihren Unterlagen eingeklebt bzw. in einer digitalen Bewerbungsmappe positioniert wird. Sofern ein Deckblatt vorhanden ist, kann das Foto hier mittig angebracht werden. Ansonsten ist eine gängige Position oben rechts in Ihrem Lebenslauf.

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