KI im Büro: Automatisierung in 12–18 Monaten und das Ende der Tastatur?

Microsofts KI-Chef erwartet rasante Automatisierung von Büroaufgaben, der CEO von SAP glaubt an Sprache als neue Standardbedienung ohne Tastatur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Prognose: Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman erwartet, dass die meisten Aufgaben klassischer Büroarbeit in 12 bis 18 Monaten automatisiert werden können.
  • Bedienwandel: SAP-CEO Christian Klein sieht die Tastatur vor dem Aus. In zwei bis drei Jahren sollen Mitarbeitende Systeme vor allem per Spracheingabe steuern.
  • Kontext: Beide Aussagen verweisen auf große Sprachmodelle und KI-Assistenten. Sie markieren einen Übergang von Experimenten zu angewandter KI in Kernprozessen und Benutzeroberflächen.
  • Stellenabbau: Auch wenn es weiterhin Mitarbeiter geben wird, die überwachende und steuernde Tätigkeiten ausüben, sind Kündigungen im großen Stil erwartbar.
    KI im Büro: Automatisierung in 12–18 Monaten und das Ende der Tastatur?
    © Summit Art Creations / shutterstock.com (Symbolbild)

KI auf Arbeitnehmer-Niveau

Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman prognostiziert in einem Interview mit der „Financial Times“, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den kommenden 12 bis 18 Monaten ein menschliches Leistungsniveau bei den meisten Bürotätigkeiten erreichen wird. Dies beträfe vor allem Aufgaben, die an Computern erledigt werden, von juristischen Recherchen über Buchhaltungsroutinen bis hin zu Projektsteuerung und Marketingarbeit. Die Aussage ordnet sich in eine Phase ein, in der KI-gestützte Tools bereits messbar Produktivität in Softwareentwicklung und Wissensarbeit vorweisen können.

Sprechen statt Tippen

Parallel dazu formuliert SAP-Chef Christian Klein in einem Beitrag des Wirtschaftsmagazins „Fortune“ einen Bruch in der Mensch‑Maschine‑Interaktion. Seine These: Die Tastatur verliere ihre zentrale Rolle, weil Sprachschnittstellen in Unternehmenssoftware die Dateneingabe und Analysegespräche zunehmend übernehmen. Die gängigen Sprachmodelle wären schon jetzt „extrem leistungsstark“, so Klein. Nun käme es darauf an, die gesprochene Sprache in Geschäftssprache und Geschäftsdaten zu übersetzen.

Welche Branchen es betrifft

Betroffen sind Unternehmen mit hohem Anteil standardisierbarer Wissensarbeit sowie Bereiche mit vielen, wiederkehrenden Eingaben in ERP-, CRM- und Office-Systeme. Für Beschäftigte in Recht, Finanzen, Controlling, Vertrieb und Marketing wird die Jobbeschreibung künftig wohl vor allem von überwachenden, kuratierenden und steuernden Tätigkeiten geprägt sein. Unternehmen sollten Mitarbeiter mit entsprechender KI-Kompetenz ausstatten, sie also mit Chancen und Risiken sowie der rechtssicheren Verwendung der Tools vertraut machen.

Jobs in Gefahr!

Kurzfristig werden noch hybride Muster dominieren: Die Nutzung von Sprache für Navigation und Abfragen, die der Tastatur für Präzision und Korrektur. Mittelfristig könnten Unternehmen verstärkt auf KI‑Agenten setzen, die über Systemgrenzen hinweg Aufgabenketten ausführen.

Das könnte einen massiven Stellenabbau in den Unternehmen zur Folge haben. Einige KI-Experten gehen sogar davon aus, dass Künstliche Intelligenz ganze Belegschaften ersetzen wird. Davon wären, so etwa der Informatiker und Autor Stuart Russell, auch bislang sicher geglaubte Berufe vom Chirurgen bis zum Vorstandsvorsitzenden betroffen.

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Stand: 16.02.2026

Quellen:

businessinsider.de

merkur.de

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