Herzstück einer Bewerbung – der Lebenslauf

Der Lebenslauf gehört zu den wichtigsten Unterlagen einer Bewerbungsmappe. Bekommt der Betrachter doch dank diesem einen Überblick über die beruflichen Stationen im Leben eines Bewerbers. Stößt der Personaler beim Überfliegen des Dokuments direkt auf eine oder mehrere Unstimmigkeiten, kann das im Falle einer heiß begehrten Stelle schnell das Aus im Bewerbungsprozess für den Betroffenen bedeuten. Um das zu vermeiden, erläutern wir im Folgenden, was Sie bei der Anfertigung Ihres Lebenslaufs formal und inhaltlich beachten sollten.

Lebenslauf

Welche Art von Lebenslauf eignet sich am besten?

Zuallererst: Wie präsentiert man den beruflichen Werdegang und die Qualifikationen im Zuge einer Bewerbung? Die gängigste Form ist der tabellarische Lebenslauf. Dieser punktet idealerweise mit Struktur und Übersichtlichkeit, da er neben den Kontaktdaten lediglich den Zeitraum und das dazugehörige Ereignis nebeneinander tabellarisch auflistet.

Anders verhält es sich beim sogenannten ausführlichen Lebenslauf, der als Fließtext verfasst wird und dabei chronologisch von alt nach neu die für den Job relevanten beruflichen Stationen des Verfassers aufführt. Der inhaltliche Unterschied zur tabellarischen Variante besteht darin, dass der Bewerber beim ausführlichen Lebenslauf zum Schluss darauf eingeht, warum er beim adressierten Unternehmen künftig arbeiten möchte – ein Aspekt, der ansonsten im Anschreiben gut aufgehoben ist. Diese Form des Lebenslaufs wird gelegentlich bei der Bewerbung auf ein Stipendium oder eine Position im gehobenen Dienst gewählt.

Darüber hinaus gibt es noch den handschriftlichen Lebenslauf, der im Zuge der Forderung nach einer handschriftlichen Bewerbung zum Tragen kommt. Hier gelten die Vorgaben des ausführlichen Lebenslaufs, nur, dass eben mit der Hand geschrieben werden muss. Dabei ist eine gut lesbare Handschrift von Vorteil. Bittet der Arbeitgeber um einen handschriftlichen Lebenslauf, kann es sein, dass dieser mit einem Schriftexperten zusammenarbeitet. Der Experte ist dafür ausgebildet, die Handschrift zu analysieren, um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers zu ziehen.

Tipp! Um sich beim finalen Schreiben auf die Lesbarkeit des Lebenslaufs konzentrieren zu können, empfiehlt es sich den Text auf dem Computer vorzuschreiben, um ihn dann mit einem Füller oder Kugelschreiber abzuschreiben.

Was gehört alles in den Lebenslauf?

Ein Curriculum Vitae (CV) – wie der Lebenslauf auf Lateinisch heißt – sollte die Kontaktdaten und wichtigsten Karrierestationen eines Bewerbers beinhalten. Es müssen also Vor- und Zuname, Adresse, Telefon und die E-Mail-Adresse aufgeführt werden. Auf das Geburtsdatum, die Staatsangehörigkeit sowie Familienstand und Nationalität kann im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) verzichtet werden, um einer Diskriminierung vorzubeugen. Darüber hinaus sollte man alle für die angestrebte Tätigkeit relevanten Abschlüsse, Qualifikationen und Berufserfahrungen sowie mögliche Zusatzqualifikationen wie Sprachen und EDV-Kenntnisse nennen.

Struktur des Lebenslaufs

Natürlich ist es auch wichtig, den Lebenslauf inhaltlich zu strukturieren. Während der handschriftliche Lebenslauf die Karrierestationen wie bereits erwähnt von alt nach neu sortiert, beginnt der tabellarische in der Regel mit den neuesten Ereignissen. Dabei sollten die Karrierestationen lückenlos darlegt werden, wobei kleine „Auszeiten“ unter drei Monaten zulässig und nicht erklärungsbedürftig sind. Innerhalb eines Lebenslaufes sind einzelne Blöcke möglich, die man wie im folgenden Beispiel aufteilen kann:

Berufserfahrung

  • Praktika
  • Werkstudierendentätigkeiten
  • Festanstellungen
  • Selbstständige Tätigkeiten

Ausbildung & Weiterbildung

  • Schulzeit & Schulabschluss (die Grundschulzeit sollte ausgespart werden)
  • Ausbildungszeit & Ausbildungsabschluss
  • Studienzeit & Studienabschluss (ggf. Titel der Abschlussarbeit)

Besondere Kompetenzen & Interessen (wenn vorhanden und relevant für den Job)

  • Auslandserfahrung
  • Sprachen
  • Interessen & Hobbys
  • Außerberufliches Engagement (Ehrenamt, Vereinstätigkeiten etc.)

Allgemeine Tipps für den Lebenslauf

Mit dem Lebenslauf möchte der Bewerber bei seinem möglicherweise künftigen Arbeitgeber eine eindrucksvolle Visitenkarte hinterlassen. Was dabei gängig ist, was inhaltlich hilft und was eher zu einem Eigentor werden kann, erfahren sie hier:

  • Aufgeführte Kenntnisse und Tätigkeiten durch Zeugnisse oder Zertifikate belegen
  • Anschreiben und Lebenslauf sollten stimmig sein, sich also nicht widersprechen
  • Irrelevante Angaben wie Berufserfahrungen, die nicht zum Arbeitgeber passen, eher weglassen oder verkürzt darstellen
  • Unpassende Hobbys aus dem Lebenslauf entfernen (Aktive Hobbys wie Sport sind positiv, Extremsportarten mit einer erhöhten Verletzungsgefahr eher weniger)
  • Blumige oder unnötig komplizierte Sprache eher vermeiden
  • Familie oder Freunde gegenlesen lassen, um alle Rechtschreibfehler zu entfernen
  • Keine falschen Angaben machen (Unwahre Angaben zu Qualifikationen können auch nach der Probezeit zu einer Kündigung führen)
  • Dokumente nicht fälschen (Wer zum Beispiel einen Hochschulabschluss fälscht, macht sich strafbar)

Tipps für das Lebenslauf-Design

Auch Form und Design eines Curriculum Vitae kann dazu beitragen, ob ein Lebenslauf eher positiv oder negativ wahrgenommen wird. Was nützen die besten Referenzen, wenn die Optik nicht stimmig ist? Zu beachten ist:

  • Verwenden Sie analog zu Ihrem Anschreiben ein einheitliches Design
  • Es sollten maximal zwei Schriftarten verwendet werden
  • Je nach Schriftart empfiehlt sich eine Schriftgröße zwischen 9 und 11 Punkt
  • Es empfiehlt sich, ein aktuelles und der Norm entsprechendes Bewerbungsfoto zu verwenden

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